Kurzinfos zu Dr. med. habil. Marta Markowicz
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Ehemalige Chefärztin in München und Düsseldorf mit mehr als 23 Jahren Erfahrung in der Plastischen Chirurgie
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Spezialgebiet: mehr als 4000 erfolgreiche Brustoperationen
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+600 5-Sterne-Bewertungen
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+100.000 Instagram Follower
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Vertrauen von Frau zu Frau
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Natürliches Ergebnis: Brustvergrößerung ohne Fremdkörper
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Vorher/Nachher 3D Simulation
Ich habe mich spezialisiert auf
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Das „Zwei-in-Eins“-Prinzip: Ganzheitliche Formung der Silhouette
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Maximierung der Anwachs-Quote durch gewebeschonende Verfahren
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Einsatz der Quantum RF-Technologie zur Hautstraffung und Gewebeformung
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Minimal-Scar-Technik für minimale Narben
Welche Risiken hat eine Brustvergrößerung mit Eigenfett?
Eine Brustvergrößerung mit Eigenfett verwendet körpereigenes Gewebe und benötigt kein Brustimplantat. Dadurch entfallen implantatspezifische Komplikationen wie Implantatruptur oder Kapselfibrose. Risikofrei ist die Behandlung dennoch nicht: Sie kombiniert eine Fettabsaugung an den Spenderregionen mit der Aufbereitung und Transplantation des Fetts in die Brust. Mögliche Komplikationen betreffen deshalb die Brust, die Entnahmestellen und – selten – den gesamten Organismus.
Zu den eigenfettspezifischen Veränderungen an der Brust gehören Fettnekrosen, Ölzysten, Verkalkungen, tastbare Verhärtungen, Infektionen, Konturunregelmäßigkeiten, Asymmetrien und ein geringerer Volumenerhalt als erhofft. An den Entnahmestellen können unter anderem Blutergüsse, Flüssigkeitsansammlungen, Sensibilitätsveränderungen, Wundheilungsstörungen, Konturdellen oder Asymmetrien auftreten. Hinzu kommen allgemeine Operations- und Narkoserisiken wie Blutung, Infektion, Thrombose oder Lungenembolie.
Die persönliche Wahrscheinlichkeit einer Komplikation lässt sich nicht aus einer allgemeinen Prozentzahl ableiten. Sie hängt unter anderem von Vorerkrankungen, Medikamenten, Nikotinkonsum, Anatomie, Umfang der Fettentnahme, Gewebeaufnahmefähigkeit, Operationstechnik und Heilungsverlauf ab.
Als Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie mit mehr als 23 Jahren Erfahrung und über 4.000 persönlich durchgeführten Brustoperationen beurteile ich deshalb immer beide Behandlungsbereiche: die Brust und die Spenderregionen. Eine sorgfältige Planung und Nachsorge kann Risiken reduzieren, aber keine komplikationsfreie Heilung garantieren.
Die Risiken in Kürze
- Eigenfett löst keine Abstoßungsreaktion gegen ein fremdes Implantat aus; die Operation bleibt dennoch mit Risiken verbunden.
- An der Brust können Fettnekrosen, Ölzysten, Verkalkungen, Verhärtungen, Infektionen, Asymmetrien und Konturunregelmäßigkeiten entstehen.
- Ein Teil des übertragenen Fetts kann wieder abgebaut werden; ein geringerer Volumenerhalt ist nicht automatisch eine Komplikation.
- An den Entnahmestellen sind unter anderem Blutergüsse, Schwellungen, Serome, Sensibilitätsveränderungen, Wundheilungsstörungen und Konturdellen möglich.
- Allgemeine Risiken umfassen Narkoseprobleme, Blutungen, Infektionen, Thrombosen und Lungenembolien.
- Eine Fettembolie ist selten, kann aber schwerwiegend sein und erfordert bei Atemnot, Brustschmerz oder neurologischen Symptomen sofortige Notfallhilfe.
- Ein neuer Knoten nach Eigenfett darf nicht selbst als Fettnekrose eingeordnet werden, sondern muss fachärztlich abgeklärt werden.
- Implantat und Eigenfett haben unterschiedliche Risikoprofile; „ohne Implantat“ bedeutet nicht automatisch „für jede Patientin sicherer“.
Zwei Operationsbereiche bedeuten zwei Risikobereiche
Bei einer Brustvergrößerung mit Eigenfett in Düsseldorf wird Fett an einer oder mehreren Körperregionen abgesaugt, aufbereitet und anschließend in die Brust eingebracht. Für die Risikoaufklärung müssen deshalb drei Ebenen getrennt werden:
| Risikobereich | Erwartbare frühe Veränderungen | Mögliche Komplikationen |
|---|---|---|
| Brust | Schwellung, Blutergüsse, Spannungsgefühl, vorübergehend ungleiches Volumen | Infektion, Bluterguss, Serom, Fettnekrose, Ölzyste, Verkalkung, Verhärtung, Konturunregelmäßigkeit, Asymmetrie, Sensibilitätsveränderung, anhaltender Schmerz |
| Entnahmestellen | Wundgefühl, Schwellung, Blutergüsse, vorübergehende Taubheit | Blutung, Serom, Infektion, Wundheilungsstörung, auffällige Narbe, Pigmentveränderung, Konturdelle, Hautunregelmäßigkeit, Asymmetrie, anhaltende Sensibilitätsstörung oder Schmerzen |
| Gesamtorganismus | Müdigkeit, Kreislaufreaktion und Beschwerden nach Narkose können vorübergehend auftreten | Narkosekomplikation, allergische Reaktion, Thrombose, Lungenembolie, kardiopulmonale Komplikation, selten Fettembolie |
Nicht jede postoperative Veränderung ist eine Komplikation. Entscheidend sind Verlauf, Ausprägung, Seitendifferenz und Begleitsymptome. Zunehmende statt abnehmende Beschwerden müssen früher beurteilt werden.
Welche allgemeinen Operationsrisiken bestehen?
Auch bei der Verwendung körpereigenen Fetts gelten die allgemeinen Risiken eines operativen Eingriffs. Dazu gehören:
- Reaktionen oder Komplikationen im Zusammenhang mit Narkose und Medikamenten;
- Blutung, Nachblutung oder Bluterguss;
- Infektion;
- Flüssigkeitsansammlung im Gewebe, auch Serom genannt;
- verzögerte oder gestörte Wundheilung;
- auffällige Narben oder Pigmentveränderungen;
- vorübergehende oder anhaltende Schmerzen;
- vorübergehende oder dauerhafte Sensibilitätsveränderungen;
- Thrombose, Lungenembolie sowie weitere Herz-Kreislauf- oder Lungenkomplikationen;
- die mögliche Notwendigkeit einer zusätzlichen Behandlung oder Korrekturoperation.
Das individuelle Risiko verändert sich unter anderem durch frühere Thrombosen, Gerinnungsstörungen, Herz- oder Lungenerkrankungen, Diabetes, Infektionen, Medikamente, Allergien, Nikotin und den Umfang der Operation. Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel dürfen vor dem Eingriff nicht eigenständig abgesetzt werden.
Was ist eine Fettnekrose?
Eine Fettnekrose entsteht, wenn ein Teil der übertragenen Fettzellen am neuen Ort keine ausreichende Blutversorgung aufbauen kann und abstirbt. Das Gewebe kann anschließend abgebaut, bindegewebig umgebaut oder vom Körper abgegrenzt werden.
Mögliche Folgen sind:
- eine tastbare Verhärtung oder ein Knoten;
- lokale Druckempfindlichkeit oder Schmerzen;
- eine Ölzyste mit flüssigem Fettinhalt;
- Verkalkungen im weiteren Verlauf;
- eine sichtbare Konturveränderung;
- zusätzlicher Bedarf an Ultraschall, Mammographie, MRT oder Gewebeprobe.
Fettnekrosen können harmlos sein, lassen sich aber nicht allein durch Tasten oder eine Beschreibung im Internet sicher von anderen Ursachen unterscheiden. Ein neuer oder sich verändernder Befund gehört daher in die ärztliche Untersuchung.
Was sind Ölzysten und Verkalkungen?
Wenn Fettzellen nicht einheilen, kann sich freigesetztes Fett in einem abgegrenzten Hohlraum sammeln. Dadurch kann eine sogenannte Ölzyste entstehen. Im weiteren Umbau können sich Verkalkungen bilden. Solche Veränderungen sind nach einem Fetttransfer bekannt und häufig gutartig.
„Gutartig möglich“ bedeutet jedoch nicht, dass ein neuer Knoten oder ein auffälliger Bildbefund ohne Untersuchung als harmlos gelten darf. Voroperationen und Eigenfettbehandlungen sollten bei jeder Brustdiagnostik angegeben werden, damit tastbare und bildgebende Veränderungen im richtigen Kontext beurteilt werden können.
Welche Infektionen können auftreten?
Infektionen können an den kleinen Zugängen der Fettabsaugung, im behandelten Gewebe der Entnahmestellen oder an der Brust auftreten. Mögliche Hinweise sind zunehmende Rötung, Überwärmung, Schwellung, Schmerzen, Fieber, Schüttelfrost oder auffälliges Wundsekret.
Abhängig vom Befund können Kontrollen, Ultraschall, eine antibiotische Behandlung, eine Punktion, Drainage oder ein operativer Eingriff erforderlich sein. Eine vermutete Infektion sollte nicht bis zum nächsten routinemäßigen Kontrolltermin beobachtet werden, wenn die Beschwerden zunehmen.
Können Asymmetrien oder Konturunregelmäßigkeiten entstehen?
Ja. Die Einheilung des Fetts kann an beiden Brüsten unterschiedlich verlaufen. Außerdem kann Fett an den Entnahmestellen nicht überall exakt gleichmäßig entfernt werden. Mögliche Folgen sind:
- ein unterschiedlicher Volumenerhalt beider Brüste;
- Restasymmetrien oder neue Seitenunterschiede;
- Über- oder Unterkorrektur einzelner Brustbereiche;
- Dellen, Wellen oder ungleichmäßige Übergänge an den Spenderregionen;
- Hauterschlaffung nach der Fettentnahme;
- eine unzureichende oder unerwartete Konturveränderung.
Eine frühe Asymmetrie kann noch durch Schwellung und unterschiedliche Heilung bedingt sein. Eine Korrekturentscheidung sollte deshalb erst nach ausreichender Stabilisierung getroffen werden, sofern kein auffälliger medizinischer Befund vorliegt.
Welche Risiken bestehen an den Entnahmestellen?
Die Fettgewinnung ist keine folgenlose Nebenmaßnahme, sondern eine Fettabsaugung mit eigener Operationsplanung. Neben vorübergehenden Schwellungen, Blutergüssen, Druckempfindlichkeit und Taubheitsgefühl können folgende Komplikationen auftreten:
- Blutung, Hämatom oder Serom;
- Infektion oder verzögerte Wundheilung;
- auffällige, eingezogene oder pigmentierte Zugangsstellen;
- länger anhaltende Sensibilitätsstörungen;
- Dellen, Wellen, Verhärtungen oder unregelmäßige Übergänge;
- Asymmetrien zwischen rechter und linker Körperseite;
- unzureichende Rückbildung des Hautmantels;
- anhaltende Schmerzen oder Schwellungen;
- Bedarf an einer späteren Korrektur.
Welche Regionen für die Fettgewinnung geeignet sind und wie die Konturplanung bei schlanken Frauen erfolgt, erklärt die Spezialseite Spenderfett, Entnahmestellen und schlanke Frauen. Allgemeine Informationen zur Liposuktion bietet die Seite Fettabsaugung in Düsseldorf.
Können Narben oder Sensibilitätsveränderungen bleiben?
Für Absaugung und Fetttransfer werden kleine Hautzugänge benötigt. Diese können unauffällig verheilen, aber sichtbare, dunklere, hellere, verbreiterte oder eingezogene Narben sind nicht vollständig auszuschließen.
Taubheit, Kribbeln, Überempfindlichkeit oder eine veränderte Wahrnehmung können an Brust, Brustwarzenbereich und Entnahmestellen vorübergehend auftreten. In einzelnen Fällen können Sensibilitätsveränderungen länger anhalten oder dauerhaft bleiben. Eine vollkommen narben- und folgenlose Operation kann daher auch bei kleinen Zugängen nicht garantiert werden.
Ist ein geringerer Volumenerhalt eine Komplikation?
Nicht automatisch. Ein Teil des übertragenen Fetts wird erwartbar wieder abgebaut. Das sichtbare Brustvolumen nimmt deshalb nach dem Rückgang der Schwellung zunächst ab. Ein geringerer Volumenerhalt kann zum biologischen Verlauf gehören, ohne dass eine medizinische Komplikation vorliegt.
Abklärungsbedürftig wird der Verlauf insbesondere bei plötzlich zunehmender Seitendifferenz, neuer Verhärtung, Rötung, Überwärmung, stärker werdenden Schmerzen oder anderen auffälligen Beschwerden. Erst nach Untersuchung lässt sich unterscheiden, ob normale Einheilung, ausgeprägte Resorption, Fettnekrose, Infektion oder eine andere Ursache vorliegt.
Kann eine Fettembolie auftreten?
Eine Fettembolie nach Fettabsaugung oder Fetttransfer ist selten, aber potenziell lebensbedrohlich. Dabei gelangen Fettbestandteile in den Kreislauf und können Gefäße beziehungsweise die Lunge oder andere Organe beeinträchtigen. Sie ist von einer Lungenembolie durch ein Blutgerinnsel zu unterscheiden; beide Situationen benötigen sofortige medizinische Hilfe.
Plötzliche Atemnot, Brustschmerz, Sauerstoffmangel, Bewusstseinsstörung, neue neurologische Ausfälle oder ein Kreislaufkollaps nach einer Operation sind Notfallzeichen. In dieser Situation ist der Rettungsdienst unter 112 zu verständigen.
Erhöht Eigenfett das Brustkrebsrisiko?
Die bisherige klinische Literatur hat in untersuchten Patientinnengruppen keinen gesicherten Anstieg des Brustkrebs- oder Lokalrezidivrisikos durch autologen Fetttransfer gezeigt. Ein allgemeines Nullrisiko lässt sich daraus nicht ableiten. Viele onkologische Daten stammen aus der rekonstruktiven Brustchirurgie und sind nicht ohne Weiteres auf jede kosmetische Ausgangssituation übertragbar.
Bei früherer Brustkrebserkrankung, Hochrisikokonstellation, auffälliger Familiengeschichte oder einem unklaren Brustbefund ist eine individuelle fachärztliche und gegebenenfalls interdisziplinäre Beurteilung erforderlich. Eigenfett ersetzt weder die reguläre Brustvorsorge noch die Abklärung neuer Veränderungen.
Ist Eigenfett sicherer als ein Implantat?
Eigenfett und Implantate besitzen unterschiedliche Risikoprofile. Ohne Implantat bestehen keine implantatbedingte Ruptur und keine Kapselfibrose um ein Implantat. Dafür kommen beim Eigenfetttransfer die Risiken der Fettabsaugung sowie eigenfettspezifische Veränderungen wie Fettnekrose, Ölzysten, Verkalkungen und variabler Volumenerhalt hinzu.
Die passende Methode wird deshalb nicht allein über die Frage „mit oder ohne Fremdkörper“ entschieden. Relevant sind Behandlungsziel, Brustanatomie, Hautmantel, Spenderfett, Vorerkrankungen, gewünschtes Volumen und persönliche Risikoabwägung. Eine pauschale Aussage, eine Methode sei für jede Patientin sicherer, wäre medizinisch nicht seriös.
Wie lassen sich Risiken reduzieren?
Risiken können nicht vollständig ausgeschlossen, aber systematisch beeinflusst werden. Dazu gehören:
- Sorgfältige Eignungsprüfung: Krankengeschichte, Brustbefund, Medikamente, Allergien, Gerinnungs- und Narkoserisiken sowie frühere Operationen werden berücksichtigt.
- Passende Brustdiagnostik: Untersuchung und gegebenenfalls Bildgebung richten sich nach Alter, Befund, Risikoprofil und Vorsorgehistorie.
- Nikotinkarenz: Nikotin beeinträchtigt Durchblutung und Wundheilung. Die persönliche Vorgabe vor und nach der Operation wird im Behandlungskonzept festgelegt.
- Begrenzte, gewebegerechte Fettverteilung: Eine größere Fettmenge verbessert die Einheilung nicht automatisch. Das Fett wird in kleinen Portionen und mehreren Gewebeschichten verteilt.
- Kontrollierte Fettgewinnung und Aufbereitung: Entnahmeregionen, Absaugumfang und Aufbereitung werden auf den individuellen Befund abgestimmt.
- Nachsorge beider Regionen: Brust und Spenderstellen werden im Verlauf gemeinsam kontrolliert.
- Frühe Reaktion auf Warnzeichen: Zunehmende oder ungewöhnliche Beschwerden werden nicht bis zum regulären Termin aufgeschoben.
In meiner Praxis werden für die Fettgewinnung und den Transfer unter anderem die wasserstrahlassistierte Liposuktion, geschlossene Aufbereitungs- beziehungsweise Filtersysteme und eine fein verteilte Mikrotransplantation eingesetzt. Diese Verfahren strukturieren Gewinnung, Aufbereitung und Einbringung des Fetts; sie können jedoch keine bestimmte Anwachsrate und keinen komplikationsfreien Verlauf garantieren.
Was geschieht, wenn eine Komplikation vermutet wird?
Die Behandlung richtet sich nach Ursache und Schweregrad. Sie kann von engmaschiger Kontrolle bis zu Medikamenten, Punktion, Drainage, bildgebender Abklärung, Gewebeprobe oder Operation reichen.
| Verdacht oder Befund | Typische nächste Abklärung | Mögliche Behandlung – abhängig vom Befund |
|---|---|---|
| Bluterguss oder Serom | Untersuchung, gegebenenfalls Ultraschall | Beobachtung, Punktion, Drainage oder operative Versorgung |
| Infektion oder Abszess | Untersuchung, Labor und/oder Ultraschall | Antibiotikum, Drainage oder Operation |
| Fettnekrose oder Ölzyste | klinische Untersuchung und passende Brustbildgebung | Beobachtung, Punktion oder Entfernung bei Beschwerden beziehungsweise unklarem Befund |
| neue Asymmetrie oder Konturdelle | Verlaufskontrolle nach Ausschluss einer akuten Komplikation | spätere Korrekturentscheidung nach Stabilisierung |
| Atemnot, Brustschmerz oder neurologische Symptome | sofortige Notfalldiagnostik | unverzügliche klinische Behandlung |
Diese Übersicht ersetzt keine Diagnose. Bei Beschwerden entscheidet die individuelle Untersuchung über das weitere Vorgehen.
Welche Beschwerden sind Warnzeichen?
Sofort 112 verständigen
- plötzliche oder ausgeprägte Atemnot;
- Brustschmerz, Kreislaufkollaps oder Bewusstseinsstörung;
- neue Lähmung, Sprach-, Seh- oder andere neurologische Störung;
- schwere allergische Reaktion;
- starke Blutung, die sich nicht kontrollieren lässt.
Noch am selben Tag ärztlich Kontakt aufnehmen
- rasch zunehmende einseitige Schwellung von Brust oder Spenderregion;
- stärker werdende statt abnehmende Schmerzen;
- deutliche Rötung, Überwärmung, Fieber oder Schüttelfrost;
- eitriges, übel riechendes oder ungewöhnlich starkes Wundsekret;
- auffällige Hautverfärbung oder Wundöffnung;
- schmerzhafte einseitige Beinschwellung;
- anhaltendes Erbrechen, ausgeprägte Kreislaufprobleme oder deutliche Verschlechterung des Allgemeinzustands.
Zeitnah fachärztlich abklären
- ein neuer oder wachsender Knoten;
- eine anhaltende Verhärtung;
- eine neue Einziehung oder sichtbare Konturveränderung;
- länger bestehende Schmerzen oder Sensibilitätsstörungen;
- eine auffällige oder zunehmende Seitendifferenz.
So plane ich die Sicherheit in Düsseldorf
Vor der Operation untersuche ich Brust, Hautmantel, Gewebequalität und mögliche Spenderregionen. Zusätzlich erfasse ich Vorerkrankungen, Medikamente, Allergien, frühere Operationen, Wundheilungsprobleme und persönliche Risikofaktoren. Eine auffällige Brustveränderung wird vor einer ästhetischen Operation abgeklärt.
Bei der Operationsplanung werden nicht nur das gewünschte Brustvolumen, sondern auch die sicher gewinnbare Fettmenge und die Kontur der Spenderregionen berücksichtigt. Nach dem Eingriff bezieht die Nachsorge beide Operationsbereiche ein. Ziel ist, normale Heilungsveränderungen von auffälligen Verläufen früh zu unterscheiden und bei Bedarf gezielt zu handeln.
Fachärztliches Fazit
Eine Brustvergrößerung mit Eigenfett kann ohne Implantat auskommen, ist aber keine risikofreie Behandlung. Für eine realistische Entscheidung müssen allgemeine Operationsrisiken, eigenfettspezifische Veränderungen der Brust und die Folgen der Fettabsaugung gemeinsam betrachtet werden.
Entscheidend sind eine geeignete Ausgangslage, eine gewebegerechte Planung, transparente Aufklärung und eine strukturierte Nachsorge für Brust und Entnahmestellen. Ein neuer Knoten, zunehmende Beschwerden oder akute Allgemeinsymptome dürfen nicht als „normale Einheilung“ selbst diagnostiziert werden.
Weitere Informationen zur Brustvergrößerung mit Eigenfett findest Du hier:
Auch bei der Verwendung körpereigenen Fetts bleiben Fettabsaugung, Aufbereitung und Fetttransplantation operative Behandlungsschritte mit möglichen allgemeinen und verfahrensspezifischen Risiken.
Wissenswertes aus dem Blog
FAQ zu Risiken und Komplikationen einer Brustvergrößerung mit Eigenfett – Dr. med. habil. Marta Markowicz
Eine Brustvergrößerung mit Eigenfett ist ein operativer Eingriff und daher nicht risikofrei. Möglich sind allgemeine Operations- und Narkosekomplikationen sowie Fettnekrosen, Ölzysten, Infektionen, Asymmetrien oder Probleme an den Entnahmestellen. Schwere Komplikationen werden deutlich seltener beschrieben als leichte oder bildgebende Veränderungen. Dein persönliches Risiko hängt unter anderem von Gesundheit, Anatomie, Medikamenten, Nikotin, Operationsumfang und Heilungsverlauf ab.
Nicht pauschal, denn beide Methoden besitzen unterschiedliche Risikoprofile. Ohne Implantat entfallen Implantatruptur und Kapselfibrose um ein Implantat. Beim Eigenfett kommen dafür die Risiken der Fettabsaugung sowie Fettnekrosen, Ölzysten, Verkalkungen und ein variabler Volumenerhalt hinzu. Welche Methode medizinisch sinnvoller ist, hängt von Brustanatomie, gewünschtem Volumen, Hautmantel, Spenderfett, Vorerkrankungen und Deiner persönlichen Risikoabwägung ab.
Eine einzige verlässliche Komplikationsquote gibt es nicht. Studien unterscheiden sich bei Operationstechnik, übertragener Fettmenge, Definition einer Komplikation, routinemäßiger Bildgebung und Nachbeobachtungszeit. Zudem werden harmlose radiologische Veränderungen teilweise mitgezählt, in anderen Arbeiten jedoch nicht. Eine veröffentlichte Prozentzahl lässt sich deshalb nicht als persönliche Risikoprognose verwenden. Dein individuelles Risiko wird anhand von Gesundheit, Anatomie, Operationsumfang und weiteren Einflussfaktoren beurteilt.
Bei einer Fettnekrose heilt ein Teil des übertragenen Fetts wegen unzureichender Blutversorgung nicht ein und stirbt ab. Der Körper kann dieses Gewebe abbauen, bindegewebig umbauen oder abgrenzen. Dadurch können Verhärtungen, tastbare Knoten, Ölzysten, Verkalkungen, Schmerzen oder Konturveränderungen entstehen. Ein neuer Befund muss fachärztlich untersucht werden, weil sich seine Ursache weder durch Tasten noch anhand einer Online-Beschreibung sicher bestimmen lässt.
Ölzysten und Verkalkungen können gutartige Folgen des Fettumbaus nach einer Eigenfettbehandlung sein. Sie sind nicht automatisch gefährlich, können aber tastbar werden oder in der Bildgebung auffallen. Ein neuer Knoten oder unklarer Befund darf deshalb nicht ohne Untersuchung als harmlos eingeordnet werden. Informiere Radiologie und behandelnde Ärztinnen oder Ärzte bei jeder späteren Brustuntersuchung über den vorausgegangenen Fetttransfer.
Ja. Nach einem Fetttransfer können unter anderem Fettnekrose, Ölzyste, Narbengewebe oder Verkalkung als tastbare Veränderung auffallen. Ein Knoten kann jedoch auch andere, vom Eingriff unabhängige Ursachen haben. Deshalb darf ein neuer, wachsender oder schmerzhafter Befund nicht selbst als harmlose Operationsfolge diagnostiziert werden. Er sollte zeitnah fachärztlich untersucht und abhängig vom Befund mit geeigneter Brustbildgebung abgeklärt werden.
Mögliche Infektionszeichen sind eine zunehmende Rötung oder Überwärmung, stärker werdende Schmerzen, neue Schwellung, Fieber, Schüttelfrost oder eitriges beziehungsweise auffällig riechendes Wundsekret. Entscheidend ist besonders eine Verschlechterung statt einer allmählichen Besserung. Bei solchen Veränderungen solltest Du noch am selben Tag ärztlichen Kontakt aufnehmen. Eine vermutete Infektion sollte nicht eigenständig behandelt oder bis zum nächsten Routinetermin abgewartet werden.
An den Entnahmestellen können neben erwartbaren Blutergüssen und Schwellungen auch Serome, Infektionen, Wundheilungsstörungen, länger anhaltende Sensibilitätsveränderungen oder auffällige Narben entstehen. Außerdem sind Dellen, Wellen, Verhärtungen, asymmetrische Übergänge oder eine unzureichende Anpassung des Hautmantels möglich. Die Fettabsaugung ist deshalb ein eigener Teil der Operation und benötigt ebenso sorgfältige Konturplanung, Risikoprüfung und Nachsorge wie die Brust.
Die Hautzugänge für Fettabsaugung und Fetttransfer sind klein, eine vollständig unsichtbare Heilung kann jedoch nicht garantiert werden. Möglich sind dunklere, hellere, verbreiterte oder eingezogene Narben. Taubheit, Kribbeln, Überempfindlichkeit oder eine veränderte Wahrnehmung können an Brust, Brustwarzenbereich und Entnahmestellen vorübergehend auftreten. In einzelnen Fällen halten Sensibilitätsveränderungen länger an oder bleiben dauerhaft bestehen.
Ein gewisser Volumenrückgang gehört zum erwartbaren biologischen Einheilungsverlauf und ist nicht automatisch eine Komplikation. Ein Teil des übertragenen Fetts wird wieder abgebaut, während gleichzeitig die frühe Schwellung abnimmt. Auffällig ist dagegen ein plötzlich zunehmender einseitiger Volumenverlust, besonders zusammen mit Schmerzen, Rötung, Überwärmung, Fieber oder einer neuen Verhärtung. Ein solcher Verlauf sollte unabhängig vom geplanten Kontrolltermin ärztlich untersucht werden.
Eine Fettembolie nach Fettabsaugung oder Fetttransfer ist selten, kann jedoch lebensbedrohlich verlaufen. Dabei gelangen Fettbestandteile in den Kreislauf und können Gefäße, Lunge oder andere Organe beeinträchtigen. Plötzliche Atemnot, Brustschmerz, Sauerstoffmangel, Bewusstseinsstörung, Kreislaufkollaps oder neue neurologische Ausfälle nach einer Operation sind Notfallzeichen. In dieser Situation muss sofort der Rettungsdienst unter 112 verständigt werden.
Die bisherige klinische Evidenz zeigt in den untersuchten Patientinnengruppen keinen gesicherten Anstieg des Brustkrebs- oder Lokalrezidivrisikos durch autologen Fetttransfer. Daraus lässt sich jedoch kein individuelles Nullrisiko ableiten. Viele Daten stammen aus der rekonstruktiven Brustchirurgie. Bei früherer Brustkrebserkrankung, familiärer Hochrisikosituation oder einem unklaren Brustbefund ist deshalb eine persönliche fachärztliche und gegebenenfalls interdisziplinäre Beurteilung erforderlich.
Informiere Deine Operateurin vollständig über Erkrankungen, frühere Operationen, Allergien, Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel, Nikotin und frühere Wundheilungs- oder Narkoseprobleme. Medikamente dürfen nicht eigenständig abgesetzt oder verändert werden. Halte die persönlichen Vor- und Nachsorgeanweisungen ein, nimm Kontrolltermine wahr und melde ungewöhnliche Beschwerden frühzeitig. Eine sorgfältige Planung und Dein Verhalten können Risiken reduzieren, aber auch bei korrektem Vorgehen bleibt ein medizinisches Restrisiko bestehen.
Das hängt von der notwendigen Behandlung, dem Behandlungsvertrag und Deinem Versicherungsschutz ab. Bei gesetzlich Versicherten sieht § 52 Absatz 2 SGB V bei einer Krankheit infolge einer medizinisch nicht indizierten ästhetischen Operation eine angemessene Kostenbeteiligung sowie mögliche Einschränkungen beim Krankengeld vor. Kläre deshalb vor dem Eingriff, welche Nachbehandlungen im Honorar enthalten sind, welche Folgekosten entstehen können und ob zusätzlicher Versicherungsschutz besteht.
Bei plötzlicher Atemnot, Brustschmerz, Bewusstseinsstörung, neuen neurologischen Ausfällen, schwerer allergischer Reaktion, Kreislaufkollaps oder starker Blutung muss sofort 112 verständigt werden. Bei zunehmender Rötung oder Überwärmung, Fieber, einseitiger Schwellung, auffälligem Wundsekret oder stärker werdenden Schmerzen solltest Du noch am selben Tag ärztlichen Kontakt aufnehmen. Ein neuer Knoten ohne akute Allgemeinsymptome benötigt eine zeitnahe fachärztliche Abklärung